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~ Silke Bicker ~ Nutzgärten werden immer beliebter und auch der Ruf nach besonderen Gewächsen, die man nicht so einfach im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt erhält. Die Autorin Christine Weidenweber nähert sich dem Thema Naturgarten über Raritäten und weniger bekannte Varitäten alter Gemüsesorten, Pilze und Wildkräutern. Bei ersteren sind vor allem Rüben beziehungsweise Wurzeln vertreten, aber auch seltene Kartoffel- und Kürbissorten oder Gemüse wie Erdbeerspinat und Etagenzwiebel. Der zweite Teil des Buches widmet sich den Salaten und Wildkräutern. Letztere sind besonders die Kandidaten, die irgendwie sowieso den Weg in Gärten finden und meist gejätet werden. Nützliche Adressen runden das Buch ab.

Alte Sorten sind oft weniger ertragreich als moderne. Allerdings ist für einen Privathaushalt auch kein riesiger Ertrag wünschenswert – wer hat denn noch die Zeit soviel zu ernten und haltbar zu machen wie zu Großmutters Zeiten? Andererseits sind diese alten Sorten oftmals weniger anfällig für Schädlinge und leichter zu pflegen. So hilft die Autorin mit ihren zwischen den Zeilen gestreuten Tipps auch ungeübteren Gärtnern die Nutzpflanzen in den naturnahen Garten oder Staudenbeete zu integrieren.

Jeweils pro Doppelseite wird in nahrhafter Kürze alles notwendig Wichtige über die jeweilige Pflanze mitgeteilt: Herkunft und Nutzung, Anbau und Pflege, Tipps für die Küche und eine übersichtliche Schnellinformation für hastige Leser oder nachschlagende Kenner. Dazu liefert der Verlag ein oder zwei sprechende Bilder pro Pflanze und Sorte.

Das Buch ist in Form eines broschierten Taschenbuchs gehalten, passt in größere Jackentaschen und ist sehr handlich zum Schmökern geeignet.

WEIDENWEBER, Christine (2012): Raritäten im eigenen Garten, alte Gemüsesorten und Wildkräuter selbst anbauen, Cadmos Verlag, Schwarzenbek, ca. 19,99 Euro

~ Bei ecobookstore.de ansehen

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