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~ Naemi Reymann ~ Am Wochenende zum 26. und 27. Januar war ich – so wie in jedem Jahr – auf der weltgrößten Wassersportmesse, der »Boot« in Düsseldorf unterwegs. www.boot.de

Ich bin noch dabei, die vielen Eindrücke und Gespräche zu verarbeiten, nach und nach werde ich in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder interessante Aktivitäten, Neuigkeiten und Projekte der Messe vorstellen. Zunächst eine erste kleine Rückschau:

Schön war es, die beiden Abenteurer Manfred Schröter und Joachim Kreuzer von »New Historical Adventure« in der Bootsalle beim »Classic Forum« wieder zu treffen. Die beiden planen ihr , im Sommer mit ihrem selbstgebauten Yorkbot, dem Ruderboot »Confiance« 3200 Kilometer in historischen Outfit den Yukon-River entlang zu fahren.

Eher auf dem Trocknen aber mit viel Balance verbunden ist das Sportgerät, das Sensoboard, dass ich in der Kite- und Surferhalle entdecken konnte. Surfen und Balancefinden fürs Büro – ganz ohne Wasser – und Handmade in Germany… entwickelt von einem ehemaligen Profisurfer »a never ending ride«, wie es so schön heißt! Ansonsten war der Teil der Aktionshalle mit dem Wasserbecken stark auch von Stand-up-Paddlern dominiert, immer noch neben Kite-Surfen starker Trendsport. Dennoch hat es mich sehr gefreut, wenn ich Besucher mit frisch erworbenen Gabelbäumen entdecken konnte…

Bereits im letzten Jahr gab es in erste Eindrücke der Expedition, nun steht eine Filmpremiere an: Unterwasserarchäologe Florian Huber von der Arbeitsgruppe für Maritime und Limnische Archäologie (AMLA) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und sein Team stellte ein spannendes Filmprojekt vor: »Die Höhle der Toten«, der 3D-Film begleitet vier professionelle Forschungstaucher auf Expedition in den Cenoten von Yucatan in Mexiko. Es ist das mit über 1000 Kilometer größte Unterwasserhöhlensystem der Welt! Forscher vermuten hier den Untergang der Maykultur. Sie sind auf den Spuren früherer Totenstätten der Mexikaner.

Für diejenigen, die die ersten Stufen der Unterwasserarchäologie als Sporttaucher durchlaufen wurden, das Ausbildungsschema der Nautical Archaeological Society läuft nun nicht mehr in Deutschland mit der Deguwa sondern direkt mit dem Verband deutscher Sporttaucher (VDST). Im Bereich der NAS-Ausbildung steht dort eine sehr interessante Unterwasserausgrabung im Mittelmeer für den Sommer an, bei der auch ambitionierte Sporttacher mitmachen können.

In nächster Nähe zum VDST-Stand stellte der NABU u.a. seine neue Broschüre zum Thema Müll im Meer und Regionalen Strategien für Meere zum Thema Plastik vor. Seit einigen Monaten sind bei der »Fishing for Litter«-Initiative nun auch die ersten Nordseehäfen mit dabei.

Auch Initiativen wie Projectaware gaben wichtige Hifestelllungen für Beach-Cleanups und umweltfreundliches Tauchen (Handlungsempfehlungen – 10 Wege, um die Unterwasserwelt zu schützen) und unterstützen Strandreinigungsaktionen.

Ebenso spannend wie Florian Hubers Präsentation war auch der Vortrag von Jill Heinerth. Die Pionierin der Unterwasserforschung, die auch für den National Geographic unterwegs ist, berichtete von ihren Aktivitäten als Höhlentaucherin, beispielsweise in der Arktis in einem Eisberg…

Es gibt seit letztem Jahr eine neue Meeresschutzorganisation zum Schutz der Haie – Projekt Shark Savers. Sie verknüpft Information mit Wissenschaft.

Sharkproject waren auch wie in den letzten Jahren mit einem großen Aktionsstand dabei. Ich bin sehr gespannt auf neue Forschungsergebnisse zu Studien, die sich auf gesundheitliche Auswirkungen von Haifleisch auf den menschlichen Organismus beziehen. Abgesehen davon, daß sich durch Haifischkonsum kriminelle Wirtschftsstrukturen gebildet haben und durch rücksichtslose Fangmethoden Tiere mißhandelt werden (z.B. durch Finning) und vor allem Arten in Ökosystemen fehlen, die wichtige Funktionen haben, kann dies ein großes Thema werden, was möglicherweise den Haischutz auf weiter Ebene ermöglicht!

Neuigkeiten am Roten Meer zur Nachhaltigkeit: Die El Quseir Charta war eher eine Absichtserklärung ohne viel Einfluss, nun gibt es die Dahab Charta­: Awareness – Research – Sustainability, die zusammen mit ortsansässige Beduinen entwickelt wurde, es ist eine lokale Nachhaltigkeitsinitiative die Tourismus und Umweltschutz miteinander vereinbaren will.  Informationen unter OpenOcean.org.

Apropos Nachhaltigkeit im Tauchtourismus. Einige Anbieter von Tauchzubehör auch im Bereich Textil fangen an, sich nach und nach, sich umweltfreundlich aufzustellen, z.B. IQ, die erste Kollektionen aus Biobaumwolle anbieten und deren Fertigung in Europa erfolgt (und nicht Asien wie bei vielen anderen) und die eigene Standards im Unternehmen etabklileren (IQ green).

Andere wiederum wie der Reiseanbieter Aqua Mountain Travel kombiniert dies von Anfang an (dahingehend, daß z.B. die Bevölkerung mit eingebunden wird und angebotene Hotels der Wander- und Tauchreiseangebote nicht zu großen Ketten gehören). Im Umfeld der Verbände gibt es neben dem Projekt Saubere Meere (von NABU und VDST) auch eine neue Initiative vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und fairdiver. Ich werde über dieses und weiteres berichten…

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