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~ Silke Bicker ~ Die meisten der neuen Wüsten verursachen wir Menschen selbst – es dreht sich um die Desertifikation und es passiert auf jedem Kontinent:

  • Ableiten von Grundwasser, wie in den USA, in China und konkret am Aralsee in Russland.
  • Felder beackern und gleichzeitig Vieh halten bei zu wenig Wasser.
  • Rodungen verursachen verödetes Land, z B. in der heutigen Wüste Karakum in Turkmenistan. Dort wurde das Buschland abgeholzt, intensiv für kurze Zeit Landwirtschaft in der Sowjetzeit betrieben und die Wüste bildete sich.
  • In Trockenzeiten verödet Boden schneller und im Klimawandel wird es mehr Trockenheit geben – weltweit. Wenn intakter Boden verödet, wird CO² freigesetzt, mit direkten Folgen für den Treibhauseffekt.
  • Jeder der etwas für die Verbesserung von Böden tut, handelt gegen die Erderwärmung.
  • In Spanien und insbesondere im Hinterland der Mittelmeerküste zeigt sich die Wirkung von Massentourismus an der Küste und im semi-ariden Binnenland drastisch. Die alten Terrassenlandschaften verwaisen und Steppe breitet sich aus, kahle Hänge statt ausgeklügelter Bewässerung und guter Ernte seitdem die Mauren sie anlegten. Die Touristen verschwenden Wasser, während die Landschaft zur Wüste wird. Keine Nahrung liefert, aber Konflikte.
  • Landverödung bedroht den gesamten Planeten, auch Europa.

Wasser lässt sich zurückholen

In manchen Gebieten der Erde wird die alte Kultur des Terrassenbauens rekultiviert, z. B. im indischen Mumbai. Werden Hänge mit Terrassen bebaut und zu Beginn dürreresistente Pflanzen angepflanzt, fliegt der Boden nicht mehr weg und rinnt das Regenwasser nicht mehr zu Tal. Allmählich steigt das Grundwasser wieder an und Gemüse kann angebaut werden. Terrassen müssen gepflegt werden und die Denkweisen sich ändern.

Natur erholt sich schneller, wenn man sie lässt und den Pflanzenanbau unterstützt. Menschen sind verantwortlich für die Verwüstung ehemals fruchtbarer Landschaften.

Die DVD

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstellte eine DVD mit kurzen Filmbeiträgen und didaktischem Begleitmaterial, so dass sie nicht nur in Schulen sondern bei interessierten Gruppen eingesetzt werden kann. Sie bietet viele Berichte mit guten und schlechten Beispielen wie Menschen mit Boden umgehen – in Europa ebenso wie in Asien, Afrika und Amerika.

Desertifikation, die Verödung von Böden, kann durchaus aufgehalten werden.

Inhalt:

  • 30 Minuten „An Boden verlieren“ (Beispiele aus verschiedenen Ländern, Herausforderung Desertifikation)
  • 7 ½ Minuten Kurzfilm „Das globale Problem der Desertifikation“
  • 14:14 Minuten Interview mit Luc Gnacadja, Exekutivsekretär UNCCD
  • Umfangreiches Zusatzmaterial zum Thema als Download auf den eigenen Computer mit Lehr- und Arbeitsmaterialien.
  • Wahlweise können die Beiträge in deutscher oder englischer Sprache gehört werden.

Die DVD „An Boden verlieren…, Film und didaktisches Begleitmaterial für den Unterricht“ kann beim BMZ ausgeliehen werden.

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