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~ Silke Bicker ~ Klimawandel, Urbanisierungsprozesse in den Entwicklungsländern und anderswo, der Hunger nach Rohstoffen und Energie sowie der Verbrauch an natürlichen Ressourcen wirken sich entscheidend auf das Landschaftsbild aus. Betty Beier, bildende Künstlerin und Bildhauerin, setzt verschwindenden Landschaften ein Zeichen der Erinnerung. Für ihre Studie „Das Erdschollen-Archiv“ begleitet sie seit Mitte der 90er Jahr landschaftsverändernde Prozesse – in Deutschland, Island, China und zuletzt in Alaska.

Bei ihrer Spurensuche in Zeiten des Umbruchs steht der Boden im Mittelpunkt. Betty Beiers Erdschollen sind Abdrücke von Bodenoberflächen vor Ort, die sie anschließend im Atelier dauerhaft in Acryl oder Kunstharz fixiert. Ihre Bildskulpturen tragen exotische Namen wie Kivalina, Kárahnjúkar oder Xiaolangdi. Sie dokumentieren Projekte wie die Talsperre am Gelben Fluss in China, einen Staudamm mitten im größten Naturschutzgebiet Islands oder eine Insel im Nordwesten Alaskas, die infolge von Erderwärmung zunehmend vom Wasser bedroht wird. Zeichnungen, Fotografien und Filme liefern Informationen zum jeweiligen Fundort und geben Einblick in den künstlerischen Arbeitsprozess.

Noch bis zum 18.12.2013 im Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau zu sehen ist diese sehenswerte Ausstellung. Unter dem Link verbergen sich am unteren Ende der sich öffnenden Seite eine Foto-Galerie und ein Interview mit der Künstlerin.

Ort:
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau
Montag bis Freitag: 9 bis 19 Uhr
Samstag bis Sonntag: 9 bis 16 Uhr

Eintritt frei

Quelle: Umweltbundesamt

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