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Vom Zauber alter Gärten Frankreich Thorbecke~ Naemi Reymann ~ Dieses Buch glänzt auf jedem „Coffee-Table“ und macht durch schöne Photos und lesenswerte Texte Lust auf eine Reise nach Frankreich, genauer in die herrschaftlichen Gärten des Landes. Vorgestellt werden verschiedene Gartenanlagen und Themen, jeweils mit praktischen Tipps. Die Reise geht von lebenden Weidenzäunen (Fontevraud) über schmale Gärten (La Bourdaisière) bis zum Buchsbaum (Marquessac).

Als Leserin bin ich hin- und hergerissen: Reise ich an diese schönen Orte oder gestalte ich mir mein eigenes schönes Gartenparadies, inspiriert durch die von Geschichte und Gartenkunst geprägten Orte? Das Autorenpaar Finken (beides Akademiker aus dem Umfeld von Sprache, Geschichte, Archäologie und Politologie) befasst sich seit langem  mit Pflanzen und alternativen pflanzlichen Heilmethoden. Für ihre Recherchen bereisten die Beiden ganz Frankreich – auf der Suche nach den schönsten alten Gärten. Und so erfährt der Leser viele Hintergründe auch über die Geschichte der jeweiliegn Anlagen, den herrschaftlichen Schlössern, Herrenhäusern und Klosteranlagen und ihres Wandels under Einflüsse.

Man bekommt ein Gespür für Gartenkultur der Renaissance, des Barock (mit Ziergemüsen, kunstvollem Buchsbaumschnitt oder auch optischer Täuschungen, wie sie der  berühmte Gartenarchitekten André Le Nôtre einsetzte) oder des Klostergartens (mit Symbolgehalten und heilkundlichen Verwendungen der Pflanzen oder seiner Veränderungen als Auswirkung auf die französische Revolution).

Geboten werden aber auch Anregungen zu Hochbeeten, Buchbaumwuchs, Rankhilfen, Gartenmöbeln aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen wie kunstvoll geflochtene wachsende Stühle und Gestaltungsvorschläge für enge oder auch trockene Gartenzonen. Wir lernen nicht nur alte Gartekultur kennen, sondern auch neuzeitliche Gestaltungen wie beispielsweise die Gartenaufbereitungen der Architektinnen Sonia Lesot und Patrice Taravella in der Prieuré Notre-Dame d’Osan.

Bereist werden überwiegend Gegenden im Norden und der Mitte Frankreichs: Es geht in Täler der Loire, die Nähe von Paris, die Gegend um Chartres, ins Perigord, in die des Indre und ins Département Cher in die Mitte Frankreichs, aber auch südlicher auf Pilgerwege nach Santiago de Compostella (La Riche) und ins Dordognetal. Der Fokus der Gärten liegt stark auf der Kunst des Heckenschnitts: Schmuckvolle Ornamente und geometrische Muster, aber auch organische Formen bis zu Hecken und Büschen, die kunstvolle Formen wie beispielsweise Hasen, Bären oder auch Perlhühner zeigen.

Angesichts so viel Grüns und geschichtlicher Hintergründe verwundert es nicht, daß blühenden Pflanzen etwas in den Hintergrund treten. Kleiner Wermutstropfen: Offen bleibt für mich bisher besonders hervorgehobene weiß-grüne Eindruck  Garten des Herrenhauses bei Eyrignac im Perigord. Warum? Da die Bilder das ausführlich Beschriebene nicht zeigen. Aber vielleicht mag dies Intention der Autoren sein: Den Leser neugierig zu machen, damit dieser sich mit seigenen Augen diesen Eindruck verschafft. 🙂

Ergänzt wird das Buch durch Informationen zu den jeweiligen Adressen, Öffnungszeiten, Webseiten und Eintrittspreisen der präsentierten Gärten. Der Schwabenverlag AG, der das Buch herausbrachte ist, ist umweltfreundliches Handeln ein Anliegen, so wurde bei der Produktion dieses Hardcoverbuchs Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet. Hardcover mit Schutzumschlag 25,9 x 25,9 cm

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FINKEN, Aloys und Kriemhild (Hrsg.) 2011: Vom Zauber alter Gärten – Frankreich, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern, ca. 24,90 Euro

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