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~ Silke Bicker ~ Eine vom Bundesamt für Naturschutz und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gemeinsam herausgegebene Broschüre zeigt auf, wie sich Kulturlandschaften in der Vergangenheit gewandelt haben, welche Trends sich abzeichnen und welche Möglichkeiten Raum- und Landschaftsplaner haben, die Veränderungen naturverträglich und vorausschauend zu steuern:

BfN/BBSR (Hrsg.): Den Landschaftswandel gestalten. Potenziale der Landschafts- und Raumplanung zur modellhaften Entwicklung und Gestaltung von Kulturlandschaften vor dem Hintergrund aktueller Transformationsprozesse, Band 1: Bundesweite Übersichten, Bearb. Prof. Dr. C. Schmidt, M. Hofmann, A. Dunkel / TU Dresden, Lehr- und Forschungsgebiet Landschaftsplanung, Bonn 2014.

Die BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel sieht im Landschaftswandel eine große Herausforderung: „Unsere Kulturlandschaften sind Produkte eines Wechselspiels von Natur und Gesellschaft. Die Veränderungen sind längst flächenhaft und vollziehen sich im Gegensatz zu früher in schnellerem Tempo. Die Herausforderung liegt darin, den Landschaftswandel, wie er etwa aufgrund der Ausbauziele für erneuerbare Energien noch derzeit abläuft, anzunehmen und in naturverträgliche Bahnen zu lenken.“
Wesentlich sei, diese durch die vor allem finanziellen Anreize des EEG vorangetriebenen Veränderungen mit den Instrumenten der räumlichen Planung zu flankieren und übergreifend zu steuern. „Es muss uns gelingen, die Transformation in allen Regionen qualitätvoll auszugestalten, so dass Kulturlandschaften auch künftig ihre vielfältigen Funktionen und Leistungen erbringen können. Neben vorausschauender Planung kommt es dabei vor allem auch auf Kommunikation und Beteiligung an“. Innerhalb der nächsten Generation werden etwa zwei Drittel der gewohnten Landschaftsbilder der Bundesrepublik in ihren Grundzügen verändert werden. Raum- und Landschaftsplanung müssen deshalb ihre gesetzlich gewährten Gestaltungsspielräume ausschöpfen, um Konflikte um die Nutzung von Kulturlandschaften auszubalancieren.

Die Broschüre „Den Landschaftswandel gestalten!“ formuliert Gestaltungsleitlinien und -optionen für verschiedene Kulturlandschaftstypen wie Tiefland, Hügel- und Bergland, urbane und suburbane Landschaften. So verbinden sich mit dem Landschaftswandel auch Chancen im Umgang mit Kulturlandschaften: Chancen für neue Ideen im Lebensumfeld des Menschen, für neue Landschaftsbilder und für einen ganzheitlichen Blick auf die Landschaftsentwicklung. Die 66-seitige Broschüre ist als gedruckte Version kostenfrei hier erhältlich.

Quelle: BfN

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