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61wSivdc4qL._SX448_BO1,204,203,200_~ Silke Bicker ~ Es geht um Schriften im wahrsten Sinne des Wortes und zwar nicht im Rahmen verschiedener Alphabete, wie es in vielen Büchern zur Kalligraphie der Fall ist. Es geht um grafische Neu-Gestaltung aus fremdartigen Schriften heraus. Aus ihnen künstlerische Werke zu entwickeln. Spielerisch kennen wir das von unseren Buchstaben, so wird aus einem kleinen, handgeschriebenen „l“ das christliche Symbol für Fisch: Das kleine l seitlich zeichnen und die Enden mit einem Querstrich verbinden. So ähnlich und doch anders geht Denise Lach in diesem Buch vor. 

Afrika & Asien als Inspiration

Pardon, nicht diese Länder sondern Schriften natürlich 😉 Einzelne Buchstaben sind in ihren Bildern oft nicht mehr zu erkennen und den daraus entstehenden Mustern haftet etwas Verspieltes und teils auch Strenges an. Das Buch ist vor allem ein Bildband, der zum Nachahmen anregt. Die Autorin gibt auf jeder Seite Hinweise, wie spezielle Effekte erreicht werden können. So zum Beispiel, was zu einem abstrakten Schriftbild mit Akzenten führt und wie diese gesetzt werden können. Und sie gibt zahlreiche Tipps, wie man Informationen im Bild weitergeben und ganze Graffitis aus Schriften entwickeln kann.

Es ist eindeutig ein Werkbuch für Menschen, die bereits mit Farben und Schriftbildern gestalten, die einen guten Blick für Gestaltung und eine leichte Hand für Feder- und Pinselschwünge besitzen.

„Die Möglichkeit, etwas zu vereinfachen, bedeutet das Unwesentliche wegzulassen, so dass das Wesentliche zum Ausdruck kommt.“ (Hans Hoffmann, S. 174)

LACH, D. (2015): Schriftreise, grafische und kalligrafische Gestaltungsmöglichkeiten mit fremden Schriften, Hauptverlag

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