EK_130629rm0078pm~ Silke Bicker ~ Am 4. Juni 2016 beginnt die Ausstellung Emscherkunst 2016 im östlichen Ruhrgebiet. Ab sofort können drei unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten in Kunstwerken online gebucht werden. Schlummern am Wasserkreuz in Castrop-Rauxel, Sternegucken am Phoenix See in Dortmund oder nächtlichen Geräuschen lauschen am idyllisch gelegenen Emscherquellhof in Holzwickede – die ungewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten in Kunstwerken der Emscherkunst machen es möglich.

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Zelte von Ai Weiwei am Emscherquellhof

Auf einer großen Streuobstwiese am historischen Emscherquellhof in Holzwickede werden ab Ausstellungsbeginn 50 der von Ai Weiwei gestalteten Zelte stehen. Sie nehmen Bezug auf frühere Arbeiten Ai Weiweis. Der große Teil der Zelte wurde nach Ausstellungsende 2013 auf Wunsch Ai Weiweis unter allen übernachtenden Besuchern kostenfrei verlost, 50 Zelte verblieben beim Ausstellungsbüro Emscherkunst, um sie in diesem Sommer erneut zu zeigen.
Die Zelte kosten 15 Euro pro Person/Übernachtung (5 Euro für die 2. Person). Vor Ort wird es Waschmöglichkeit und Toiletten geben. Die Installation des Schweden Henrik Håkansson „The Insect Societies (part 1)“ ist ebenfalls am Kunstareal „Emscherquelle“ aufgebaut.

Auf Wolken gebettet – Reiner Maria Matysiks „cloud machine“

Der Wolkenpavillon bietet ein Hochbett mit Platz für zwei Personen, die beim Schlafen lieber ein festes Dach über dem Kopf haben. Unmittelbar am Kunstareal Phoenix See gelegen, kann man von hier aus zu einigen Emscherkunst-Arbeiten laufen (u. a. finden sich hier die raumschiffgleiche Installation „Urban Space Station“ von Natalie Jeremijenko, der venezianische Kiosk von Benjamin Bergmann etc.).
Eine Übernachtung kostet 49 Euro pro Person (69 Euro für zwei Personen). Toiletten und Waschmöglichkeit in fußläufiger Nähe, verschiedene gastronomische Möglichkeiten entlang des Segelhafens.

Auf den Fluss warten am Wasserkreuz

Die Emscher „taucht“ unter dem Rhein-Herne-Kanal hindurch, seit 2012 in einem neu geschaffenen Durchlass. Direkt hier kann man in einem der beiden Schlaf-Pavillons der hölzernen Zickzackbrücke „Warten auf den Fluss“ der Niederländer Observatorium nächtigen. Den Schifffahrtsverkehr auf dem Kanal beobachten, ins Gespräch mit Besuchern der Emscherkunst und anderen Gästen kommen oder einfach warten. Bereits 2010 und 2013 wurde die kommunikative und kontemplative Installation zunächst in Essen, schließlich in Oberhausen aufgebaut und avancierte zu einem der Publikumslieblinge.
Sicherlich die komfortabelste Kunst-Übernachtung, da hier Abendessen und Frühstück mitgebucht werden (Übernachtung pro Person 90 Euro, ab drei Personen günstiger). Versorgt werden die Gäste durch die Malerin Marja Zomer, die mit ihrem Fischkutter UK 120 unweit der Brücke an einem Kai des Rhein-Herne-Kanals ankert.

Quelle: Pressemmitteilung der Emschergenossenschaft/Lippeverband vom 13.05.2016

Copyright Foto:  „Cloud Machine“ von Reiner Maria Matysik, Kunstareal Phoenix See, Dortmund (Foto: Roman Mensing)

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