~ Silke Bicker ~Herbare erlauben Botaniker den Zugriff auf Pflanzen, die in verschiedenen Gebieten und zu verschiedenen Zeiten gesammelt und daraufhin professionell getrocknet wurden. So, dass die einzelnen Pflanzenteile gut zu erkennen sind. So können Vorkommen, Verteilungen von Arten erfasst und Morphologie verglichen werden. Manchmal ändert sich auch etwas: Arten bleiben und manche verschwinden aufgrund geänderter Situationen. Sei es durch die Ausweisung von Baugebieten, Flurbereinigungen oder anderer Landschaftsnutzungen.

In der Burgerbibliothek Bern liegt ein außergewöhnlicher Schatz, den es neu zu entdecken gilt: Das Herbarium des Basler Stadtarztes Felix Platter (1536-1614) ist das älteste noch erhaltene Herbarium der Schweiz und eines der ältesten weltweit. Anlässlich des Erscheinungstermins von «Das Herbarium des Felix Platter» ludt  der Hauptverlag zusammen mit der Burgerbibliothek ins Archiv ein und stellte Journalisten das Buch vor Weiterlesen (verlinkt auf das Magazin des Verlags)

Herbare sind wichtig für die Artenkenntnis. Und wenn bisher unbekannte Arten entdeckt werden, so geht ihre Beschreibung immer auf einen bestimmten Herbarbeleg zurück. Die durch den so genannten Holotypus festgelegten Merkmal einer Pflanzenart gelten als Basis für Vergleiche und zur Abgrenzung zu anderen, zum Teil ähnlich aussehenden Arten.

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