51xZ5mtJtwL._SX349_BO1,204,203,200_Leider ist die vorliegende Anthologie nicht so gut, wie erhofft. Das liegt nicht an den Inhalten oder – wie man´s nimmt – doch an ihnen. Denn das einzige, das sie eint, ist, das sie sich um den Erdboden drehen. Ob um geschichtliche Zusammenhänge wie heilende Moorbäder oder ganz banale das wir wenig Nahrung und kaum Rohstoffe ohne Boden hätten – die einzelnen Beiträge sind sehr wohl lesenswert. Jedoch: das Meiste daraus ist längst bekannt und viele sind wissenschaftlich verfasst. Aber  nicht alle – es gibt keinen einheitlichen Schreibstil. Die Vermutung liegt nahe, das am Lektorat gespart wurde.

Die Frage „wer soll das lesen – wer ist die Lesergruppe“ drängt sich bereits beim bloßen Durchblättern auf. Mir fällt keine einzige ein – außer Bibliotheken an Hochschulen an denen Bodenkunde unterrichtet wird. Dafür sind die Beiträge allerdings zu banal verfasst und dafür stehen die harten Fakten für Studierende in entsprechenden Lehrwerken.
Es tut mir jedes Mal in der Seele weh, wenn ich sehe, wie Zeit und Geld verschwendet wird. Anstatt ein richtig gut durchdachtes Werk für eine klar angedachte (und existierende!) Zielgruppe mit zueinander passenden Inhalten zu planen und zu verfassen. Es fehlt die zielgerichtete Planung und das merkt man deutlich. Schade drum.

WESSOLEK, G. (Hrsg., 2015): Von ganz unten, warum wir unsere Böden besser schützen müssen, Bodengeschichten, oekom Verlag

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